Deutsche Reiterliche Vereinigung

Abzeichen Bodenarbeit

Der Lehrgang zum Abzeichen Bodenarbeit (mit oder ohne Prüfung möglich) vermittelt den Teilnehmern vertiefende Kenntnisse des Pferdeverhaltens (Ethologie). Die Teilnehmer sollen Handlungskompetenz zum sicheren und pferdegerechten Umgang mit dem Pferd erwerben. Kenntnisse aus dem Pferdeführerschein Umgang dienen als Grundlage.

Zulassungsvoraussetzungen

Voraussetzungen für die Zulassung zum Lehrgang sind die geistige und körperliche Mindestreife des Bewerbers. Für den Erwerb des Abzeichens ist die Mitgliedschaft in einem der FN angeschlossenen Pferdesportverein Voraussetzung. Der Besitz des Pferdeführerscheins Umgang oder der Reitabzeichen 7 und 6 wird empfohlen. 

Lehrgangsinhalte

Der Lehrgang kann von Vereinen und Betrieben mit Genehmigung des Landesverbandes bzw. der Landeskommission durchgeführt werden (Lehrgangsdauer ca. 20 Lerneinheiten). Die Durchführung des Lehrgangs muss mindestens durch einen Trainer C mit gültiger DOSB- oder BLSV-Trainerlizenz (Reiten/Ergänzungsqualifikation Bodenarbeit) bzw. einen Pferdewirt (Fachrichtung Klassische Reitausbildung mit gültiger DOSB-Lizenz oder gültigem BBR-Fortbildungsnachweis) bzw. einen Pferdewirtschaftsmeister (Teilbereich Reitausbildung) erfolgen.

Lehrgänge

Teil 1: Theoretische Einführung und Grundlagen der Bodenarbeit

  • Definition, Trainingsmethoden
  • Formen und Inhalte der Bodenarbeit
  • Ziele und Nutzen der Bodenarbeit für Pferdehalter, Pferdesportler und Pferd
  • Verhalten, Wahrnehmung, Lernfähigkeit des Pferdes
  • praktische Bodenarbeit (Grundlagen, u.a. Ausrüstung für Mensch und Pferd,
  • Führposition, Führtechnik, Hilfengebung, Körpersprache), Sicherheitsaspekte im
  • Basis-, Geschicklichkeits- und Gelassenheitstraining

Teil 2: Führtraining

  • präzises Führen
  • Anhalten, Stehenbleiben
  • gehorsames Stillstehen
  • Rückwärtstreten lassen
  • Tempowechsel, Gangartwechsel
  • Handwechsel/Seitenwechsel des Führenden
  • Hufschlagfiguren

Teil 3: Gelassenheitstraining

  • Kurzlonge (Tempo- und Gangartwechsel)
  • Engpässe
  • Hindernisse aus der Gelassenheitsprüfung (GHP)

Teil 4: Geschicklichkeitstraining

  • seitliches Verschieben des Pferdes
  • Arbeit in Ecken
  • Stangen am Boden
  • Pylonenarbeit
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Ab 1. Januar 2023 gilt die Herpesimpfpflicht. Jetzt sollten Pferde grundimmunisiert werden, um für die Turniersaison 2023 startklar zu sein. Denn auf Turnieren  müssen ab 2023 gemäß LPO alle Pferde gegen EHV-1 und Influenza geimpft sein. 

Stand: 08.02.2021